Schwäbisch. Unplugged.

Neulich, auf der Arbeit: Eine ganz normale Situation, ich montierte einige Ketten und beschwerte mich mal wieder über die Schmirgelgewohnheiten meines Nachbarn. Plötzlich, quasi aus heiterem Himmel, bezeichnete ich meinen Arbeitskollegen als „bsuffna Siach“. Er wusste mit dieser Beleidigung nichts anzufangen, obwohl er sich selbst als Urschwabe und Mann des guten Geschmacks bezeichnet. Er fragte mich also, was denn nun genau eine „Siach“ sei. Und ich wusste es nicht zu beantworten. Völlig perplex reagierte ich mit der wohl ältesten Methode, der Methode, mit der man sich schon seit Jahrhunderten aus einer Diskussion herauswinden kann. Ich sagte zu ihm: „A Siach? Ähm, a Siach…isch halt a Siach.“

Nun, leider brachte dies nicht nur meinen Kollegen, sondern auch mich ins Grübeln und somit auch an den Rand der Verzweiflung. Völlig spontan griff ich zu meinem Mobiltelefon der Marke Samsung®, um eine SMS mit beleidigendem Inhalt zu verfassen. In genau diesem Moment beschloss ich auch, der Bedeutung dieses Wortes auf den Grund zu gehen.

Ich befragte mehrere Leute, doch die Meisten konnten mir auch nur eben jene Antwort geben, die ich auch meinem Kollegen gegeben hatte. Ein Siach, so hieß es, sei eben ein Siach. Doch wer mich kennt, der weiß, dass ich mich mit einer solchen Antwort nicht zufrieden gebe. Also stellte ich Nachforschungen im Internet an. 5 Mitarbeiter durchkämmten Tage und Wochenlang das Internet, um mir schließlich ein, wie ich finde, zufriedenstellendes Ergebnis liefern zu können.

Ein Siach, liebe Blogleser und Blogleserinnen, ist ein Bösewicht bzw ein Schlitzohr. Gefunden hab ich die Bedeutung hier.
Gut, dass sich das alles mal geklärt hat.

~ von Thomas am November 16, 2008.

Eine Antwort to “Schwäbisch. Unplugged.”

  1. [...] und Autor sind sich einig, dass vor allem Einträge wie “There are so many questions”, “Schwäbisch. Unplugged.” und “Die Bibel” die Highlight des letzten Jahres [...]

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