Lernzeit ist Blogzeit!
Hallo liebe Leser,
ich weiß nicht, ob es euch überhaupt noch gibt, oder ob ich hier sinnlos ins Blaue hineinblogge, aber ich halte es für meine Pflicht, mehr oder weniger frequent auf meinem Blog präsent zu sein – denn schon ein großer Philosoph unserer Zeit, der nicht wenigen meiner Leser bekannt sein dürfte, sagte einst: “Die Präsenz zählt.” Mit diesem Satz begann eine wunderbare Freundschaft zwischen eben jenem Philosophen und einem anderen, treuen Leser meines Blogs, die ihre Klimax mit der Beichte der Nicht-so-heißheit-wenn-nackt einer anderen, nicht-spießigen Person (und vermutlich nicht-Blogleserin) erfuhr. Es waren unbeschwerte Zeiten, fernab aller Geschäftigkeit unseres Jahrhunderts. Das Gras sah immer noch einen tick grüner aus, das Fleisch war saftiger und das Bier – nein, beim Bier hat sich bis heute nichts geändert. In Anlehnung an die Symbolik der Literatur würde man sagen, dass die Rose eine Rose eine Rose ist – und ein Rotochsen ist ein Rotochsen ist ein Rotochsen. Stichwort unveränderbarkeit der Symbolik (das kann man übrigens nirgends lernen, sondern nur durch Erfahrung empirisch bestätigen lassen, was mich wieder an meinen guten alten Hausvater und Hobbyjuden Gideon erinnert, der sich sicher war, dass “everything in life about experience” ist – ja, er war ein alter Schwafler und Schöngeist, doch das tut hier vermutlich nichts zur Sache. Denn auch mir fällt auf, dass ich mich vom eigentlichen Sachverhalt zwar langsam, aber stetig entferne).
Nun zum eigentlichen Titel des Beitrages: Lernzeit ist Blogzeit. Der aufmerksame Leser/die aufmerksame Leserin meines Blogs wird mit sicherheit festgestellt haben, dass mein letzter Eintrag am 7. Februar (gemeinhin auch Febuar genannt) veröffentlich wurde. Und auch damals hätte ich vermutlich weniger bloggen und mehr lernen sollen, doch dies nur am Rande. Ich finde, dass man das alles vielleicht auch aus einer anderen Sicht, einer nicht so engen Perspektive betrachten sollte. Lernzeit ist demnach nicht nur Blogzeit, sondern auch Kinderzechezeit, Kilianizeit, Feierzeit, 2-Bundesliga-Saisonstartzeit. Was mich wieder zur Frage bringt, was denn hier Ursache und Wirkung ist. Doch genug davon.
Gut, mir fällt nichts mehr ein. Mein Gehirn ist leergemelkt, die metaphorische Schreibmilch hat sich auf den virtuellen Äther ergossen. In diesem Sinne, auf viele weitere Einträge (die sich vielleicht durch die Lernzeit bedingen. Doch dies wäre vielleicht schon wieder ein subversiver Gedanke, der die Welt in einen locus perversus verwandeln würde – und den Himmel zur Hölle und die Wiese zum Walde umtransformieren würde. Doch lassen wir das.)
