Endlich komme ich dazu, einen neuen Artikel zu veröffentlichen. In den vergangenen Tagen musste ich immer wieder harte Kritik hinnehmen, weil mein Blog für mehr als einen Tag nicht aktualisiert wurde.
Wir alle kennen die Problematik und sie widerfährt beinahe einem jeden von uns Wochenende für Wochenende:
Nach dem Genuss zu vieler Biere/Schnäpse kommen wir auf die grandiose Idee, irgendwelche SMS zu schreiben und/oder Anrufe zu tätigen. Am nächsten Tag, an dem wir mit einem Kopf bis nach Gerbertshofen aufwachen, wundern wir uns, warum unser SMS-Speicher voll, unser Freundeskreis auf Null dezimiert ist.
Sicher nehmen wir uns jedes Mal – nüchtern – vor, keine SMS zu schreiben. Doch Alcohol gets the better of you oder so ähnlich. Doch all dies scheint nichts zur Sache zu tun.
Gerade höre ich mir mal wieder die geniale Compilation „Lets have a party“ von den Johnny James Party Singers an. Auf dieser DVD-CD (© Presi) finden sich wunderbare Musikstücke wie beispielsweise „Hier kommt Kurt (ohne Helm und ohne Gurt)“, „Hier kommt der Eiermann“, „Pump ab das Bier“, „Da steht ein Pferd auf dem Flur“ und natürlich einer meiner Favourites „Bier und nen Appelkorn“. Letzteres kann vor allem mit tiefgründigem Text überzeugen:
Bier und ‘nen Appelkorn sha-la-la-la-la;
Bier und ‘nen Appelkorn sha-la-la-la-la;
Bier und ‘nen Appelkorn sha-la-la-la-la;
ein Schluck und der Appelkorn ist weg.
Schluck! Schluck!
Natürlich habe ich das Internet durchforstet, um euch wenigstens das CD-Cover zu präsentieren. Doch meine Suche war erfolglos. Als ich bei einer mir bekannten und gleichzeitig verhassten Suchmaschine den Begriff „Johnny James Party Singers“ eingab, bekam ich die verschiedensten Resultate. Auf Seite 5 bei „Bilder“ stiess ich auf diese Frau:

Natasha Bedingfield also. Jetzt musste ich mich schon mal fragen: Was hat die gute alte Schabracke Bedingfield mit Partysongs zu tun? Sicher kennt sie nicht mal den Text von Mickie Krauses Erfolgsnummer: „Finger im Po, Mexiko“ auswendig. Was für mich persönlich schon eher ein Armutszeugnis darstellt.
Andere Geschichte, anderer Planet. Neulich schrieb mich ein Kollege in einem uns allen bekannten Internet-Messenger an. Um ehrlich zu sein, schrieb ich ihn zuerst an, aber ich glaube das verzerrt das Gesamtbild nicht unbedingt.
Einer seiner Abschlusssätze war: „aber scheisse bleibt scheisse, wenn man nix dran ändert“.
Ich fand das eigentlich ganz interessant, auch wenn ich zugeben muss, dass ich von seinem vulgären Wortschatz etwas angewidert war. Ausserdem kann ich mit diesem Zitat nichts anfangen. Es ist auch völlig unerheblich, was man davon denkt. Gerade als ich diese Zeilen schreibe, denke ich an ein längst verblasstes Gespräch zwischen mir und einer Kollegin zurück. Ich versuchte ihr zu erklären, dass es nicht darauf ankommt, was das Kollektiv denkt, sondern darauf, was es für das Individuum an und für sich bedeutet. Sie schien mir nicht wirklich folgen zu können, machte mir aber nichts aus. Ich resignierte und aß einen Happen.





